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Frage nach dem Nichts, was ist es was unser Leben definiert?

Als ich klein war, da wusste ich nicht, wie leicht die Dinge waren. Es kam mir nie so vor, als wäre irgendetwas unerreichbar gewesen. Heute ist das anders. Heute denkt man über Alles nach, ich zerdenke die Dinge viel zu oft. Und ich frage mich, warum man nicht wie früher einfach loslegt und dann sieht, was dabei herauskommt. Aber eine Sache, die hat sich nicht verändert seit damals..Ich kann sehr schwer darüber sprechen aber ich versuche meine Gedanken in Worte zu fassen.. Als ich ungefähr 5 Jahre alt war, verstarb meine Tante. Sie war ein großer Teil meiner frühen Kindheit und hat mir vieles beigebracht. Ich konnte das damals nicht verstehen, warum ich sie nicht mehr sehen konnte und mir wurde erzählt, sie sei jetzt im Himmel. Schon damals verstand ich nicht, was der Himmel mit meiner Tante zu tun habe und diese fehlende Einsicht verfolgt mich bis heute. Ich weiß noch, wie ich mich damals nachts auf die kalte Treppe vor der Hauseingangstür setzte und aus den Türfenstern in den mit Sternen und Wolken verhangenen Himmel sah und erst spät bemerkte wie mir die Tränen über die Wangen rollten.. schluchzend saß ich da und konnte nicht mehr aufhören zu weinen, bis meine Mama verwundert aus dem Wohnzimmer kam und mich in den Arm nahm und fragte was los sei. Ich konnte es ihr nicht sagen und fragte ganz leise und plötzlich sehr ruhig, warum ich meine Tante nicht sehen kann, wenn sie doch im Himmel dort oben ist... Dies sind Fragen, die aus dem Mund eines Kindes stammen.. 16 Jahre später sieht es nicht anders aus... immer noch frage ich mich, was der Sinn des Lebens zu sein scheint und warum wir überhaupt existieren. Ich habe oft die Antwort gehört, ich solle mir nicht so den Kopf darüber zerbrechen, ich könne es sowieso nicht ändern und nur Gott könnte dies wissen. Aber ich glaube nicht an Gott. Ich habe ehrlich Angst davor, was nach dem Tod passiert und egal, mit wem ich darüber rede oder wie oft ich darüber nachdenke, es kann und das weiß ich auch, keine Antwort gefunden werden. Und genau das ist es, was mich so ängstlich macht. Die Antwort, dass man dieses Ungewisse nicht definieren kann, das es kein Leben nach dem Tod gibt. Dass man nicht mehr weiß, was in dem jetzigen Leben passiert ist und alles in Vergessenheit gerät und da ein NICHTS ensteht, welches nichts erklärt. Die Angst davor, niemals zu erfahren, warum ich lebe. Warum wir leben. Das Universum anblickend und sich fragen, warum es unendlich zu sein scheint. Gibt es da doch mehr, als man sich vorstellen kann? Gibt es noch mehr von unserer Sorte? Warum soll der Sinn des Lebens sein zu leben und sich weiterzuentwickeln, wenn wir doch eh alle irgendwann sterben und die Erde in Millionen von Jahren nicht mehr existieren wird? Ist es dann wie im Film "Passengers", dass wir uns einen neuen Planeten suchen, auf dem wir dann glücklich unser befristetes Leben verbringen? Ich weiß, dass jeder Mensch Angst vor dem Tod hat, dass sich viele Menschen damit arrangieren, indem sie glauben oder hoffen oder sich mit dem Thema einfach nicht beschäftigen. Aber mich beschäftigt es seit Jahren und ich kann manchmal nicht schlafen voller Angst davor, dass ich irgendwann meine Familie, meine Freunde nie wieder sehen kann, weil ich selbst irgendwann nicht mehr aufwache aus einem Traum voller Dunkelheit.
12.1.17 23:09
 


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