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Hallo, ich bin Jessi. Ich möchte gerne über die Dinge bloggen, die mich in meinem Leben interessieren&beschäftigen und damit ein wenig Klarheit in mein Leben bringen. Ich schreibe sehr gerne und das schon seit meiner Kindheit und möchte meine Gedanken hier gerne mit euch teilen. Ich hoffe, dass ihr euch traut zu den Themen, die euch interessieren, einen Kommentar abzugeben.

Alter: 21
 



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Erste große Liebe

Ich glaube, wenn man von seiner ersten großen Liebe spricht dann ist das wie eine Erinnerung an etwas Großes, etwas Bedeutsamen. Man wird sie niemals vergessen und, wenn man diese eine Person sieht, ist es wie am ersten Tag. Alle Erinnerungen kommen hoch und dieses Bauchkribbeln ist wieder da.. einem wird fast schwindelig und man hat auf einmal keinen Hunger mehr, nichts interessiert einen mehr. Ich glaube dieses Gefühl hört nie auf..Bei mir ist es noch komplizierter.. Ich habe ihn damals mit 14 Jahren kennengelernt und es war sofort eine gewisse Spannung zwischen uns da. Ich weiß, dass es bei ihm genau so war aber wir haben und damals nur getroffen, haben geredet und sind mit meinem Hund zusammen Gassi gegangen.. es war wie eine Freundschaft aber da war schon immer mehr.. Über die Jahre hinweg hatten wir öfter mal was miteinander und obwohl wir beide in einer Beziehung waren, hatten wir immer mal wieder Kontakt. Als ich 19 war, fing er bei der gleichen Arbeit an zu arbeiten...was ein Zufall... Wir hatten sogar oft die gleichen Schichten und verbrachten fast jeden Tag zusammen..und wie das Schicksal so mitspielt, hatten wir einen Abend zusammen Spätschicht und ich fuhr danach mit ihm nach Hause..es war einer der schönsten Abende, die ich je hatte. Und wir kamen zusammen und unsere Beziehung dauerte ungefähr ein Jahr an, bis er in eine andere Stadt zog, um zu studieren. Wir trennten uns, nicht, weil wir uns nicht mehr liebten, sondern weil er sich auf seine Zukunft konzentrieren wollte und wir beide einsahen, dass es keinen Sinn machte. Für mich brach meine bis dato perfekte Welt zusammen. Es war wie eine Seifenblase, die jederzeit zerplatzen konnte und dies tat sie auch..mit einem riesigen Knall und mit dem schlimmsten Schmerz, den ich jemals spüren musste. Die Trennung sah wie folgt aus: Er ließ mich einen Brief lesen, den er schrieb und schaute mir beim Lesen zu. Ich las und fing an zu weinen, er umarmte mich und fragte, ob ich eine Idee hätte, um die Beziehung zu retten..aber mein Schmerz war zu stark um irgendetwas zu denken in diesem Moment. Ich hatte in diesem Moment das Gefühl, alles zu verlieren, was mir seit meiner Jugend wichtig gewesen war. Er weinte auch, das war das erste und letzte Mal, an dem ich ihn weinen sah... ich merkte, dass dieses Ende nicht wie jedes andere bisher war...es war voller Trauer beiderseits und nicht gewollt...aber es musste sein..wir beide sind erwachsen genug gewesen um das einzusehen. Ich fuhr nach Hause...ich weinte noch nie so viel wie in diesen Wochen...ich aß nichts, ich machte nichts, ich ging nicht ans Handy. Ich wollte einfach nicht mehr existieren. Mein Herz war gebrochen. Und es gab niemanden und nichts was diesen Zustand hätte verbessern können.. Ich denke, diesen Zustand kennen viele Menschen, die das hier jetzt lesen. Man hätte jetzt denken können, dass sich dieser Zustand irgendwann verbessert hat und ich darüber hinweggekommen bin aber dem ist bis heute nicht so. Ich habe mich ein halbes Jahr später langsam gut mit seiner Schwester befreundet, heute ist sie eine meiner besten Freundinnen und ich bereue es nicht. Das Schlimmste daran allerdings, ist die Tatsache, dass ich quasi jede Woche bei ihm zu Hause bin, er wohnt nicht mehr zu Hause, aber ab und zu ist er es doch und so, sehe ich ihn in regelmäßigen Abständen und es ist jedes Mal ein absoluter Kampf in mir selbst, stark zu bleiben und nicht den Tränen wieder nahe zu kommen. Seine Schwester weiß nicht, dass ich insgeheim noch Gefühle für ihn pflege, aber ich kann eben nichts dagegen machen und ich würde so gerne, glaubt mir. Er hat sich äußerlich so stark verändert, im positiven Sinne versteht sich und das macht das Ganze nicht besser. Manchmal wünsche ich mir, es wäre nicht so. Dieses Silvester kam es dann zum Höhepunkt.. Ich war besoffen, er war besoffen, meine beste Freundin lag ebenso besoffen in ihrem Bett. Ich lag auf der Couch und er in seinem Bett. Er schrieb mir bei Whatsapp ich solle noch zu ihm rüberkommen und wir würden noch etwas zusammen trinken. Und ich ( mein Herz wie wild am Rasen) sagte ja und schlich mich zu ihm ins Zimmer. Man hätte jetzt vermutlich erwartet wir hätten miteinander geschlafen. Aber dem war nicht so. Er zog mich in sein Bett und ich kugelte mich an ihn und nahm seinen Arm und legte ihn um mich.. Für einen Moment war es wie früher und ich fühlte mich zum ersten Mal seit langem wieder richtig wohl, so als solle es so sein. Aber um dieses Stimmungsbild jetzt wieder aufzubrechen, passierte Folgendes: Er streichelte mich überall am Körper und bemerkte, dass ich unter meinem Shirt nichts anhatte und versuchte mich danach dazu zu bewegen, mit ihm zu schlafen. Hätte er darauffolgend nicht gesagt, dass es mir vermutlich mehr wehtun würde als ihm selbst, wäre das wahrscheinlich auch passiert. Aber ich drehte mich nur um und küsste ihn auf den Mund...ich glaube dieses Gefühl ist für mich unbeschreiblich... zumindest sagte ich dass er Recht hätte und schlich mich aus seinem Zimmer auf meine Couch zurück. Ich kam wieder zur Besinnung: ER IST BETRUNKEN,ER WILL NUR MIT MIR SCHLAFEN, ER LIEBT MICH NICHT MEHR. All das schwebte mir durch meinen Kopf und ließ mich realisieren, dass dies nicht der Weg war, den ich gehen wollte. Ich wollte ihn. Aber mit Bewusstsein. Mit funktionierendem Verstand. Genau das sagte er mir auch am nächsten Tag, es sei nur aufgrund des Alkohols passiert und ich solle mir keine Hoffnung machen. Ich denke es war wie ein Schalter, der umgeschaltet wurde und auf einmal wollte ich nichts mehr von ihm wissen. Ich löschte ihn überall und beschloss meine beste Freundin nicht zu besuchen, wenn er zu Hause ist. Damit schloss ich das bis jetzt mit größte und wichtigste Kapitel in meinem Leben: Erste große Liebe
13.1.17 15:30


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Frage nach dem Nichts, was ist es was unser Leben definiert?

Als ich klein war, da wusste ich nicht, wie leicht die Dinge waren. Es kam mir nie so vor, als wäre irgendetwas unerreichbar gewesen. Heute ist das anders. Heute denkt man über Alles nach, ich zerdenke die Dinge viel zu oft. Und ich frage mich, warum man nicht wie früher einfach loslegt und dann sieht, was dabei herauskommt. Aber eine Sache, die hat sich nicht verändert seit damals..Ich kann sehr schwer darüber sprechen aber ich versuche meine Gedanken in Worte zu fassen.. Als ich ungefähr 5 Jahre alt war, verstarb meine Tante. Sie war ein großer Teil meiner frühen Kindheit und hat mir vieles beigebracht. Ich konnte das damals nicht verstehen, warum ich sie nicht mehr sehen konnte und mir wurde erzählt, sie sei jetzt im Himmel. Schon damals verstand ich nicht, was der Himmel mit meiner Tante zu tun habe und diese fehlende Einsicht verfolgt mich bis heute. Ich weiß noch, wie ich mich damals nachts auf die kalte Treppe vor der Hauseingangstür setzte und aus den Türfenstern in den mit Sternen und Wolken verhangenen Himmel sah und erst spät bemerkte wie mir die Tränen über die Wangen rollten.. schluchzend saß ich da und konnte nicht mehr aufhören zu weinen, bis meine Mama verwundert aus dem Wohnzimmer kam und mich in den Arm nahm und fragte was los sei. Ich konnte es ihr nicht sagen und fragte ganz leise und plötzlich sehr ruhig, warum ich meine Tante nicht sehen kann, wenn sie doch im Himmel dort oben ist... Dies sind Fragen, die aus dem Mund eines Kindes stammen.. 16 Jahre später sieht es nicht anders aus... immer noch frage ich mich, was der Sinn des Lebens zu sein scheint und warum wir überhaupt existieren. Ich habe oft die Antwort gehört, ich solle mir nicht so den Kopf darüber zerbrechen, ich könne es sowieso nicht ändern und nur Gott könnte dies wissen. Aber ich glaube nicht an Gott. Ich habe ehrlich Angst davor, was nach dem Tod passiert und egal, mit wem ich darüber rede oder wie oft ich darüber nachdenke, es kann und das weiß ich auch, keine Antwort gefunden werden. Und genau das ist es, was mich so ängstlich macht. Die Antwort, dass man dieses Ungewisse nicht definieren kann, das es kein Leben nach dem Tod gibt. Dass man nicht mehr weiß, was in dem jetzigen Leben passiert ist und alles in Vergessenheit gerät und da ein NICHTS ensteht, welches nichts erklärt. Die Angst davor, niemals zu erfahren, warum ich lebe. Warum wir leben. Das Universum anblickend und sich fragen, warum es unendlich zu sein scheint. Gibt es da doch mehr, als man sich vorstellen kann? Gibt es noch mehr von unserer Sorte? Warum soll der Sinn des Lebens sein zu leben und sich weiterzuentwickeln, wenn wir doch eh alle irgendwann sterben und die Erde in Millionen von Jahren nicht mehr existieren wird? Ist es dann wie im Film "Passengers", dass wir uns einen neuen Planeten suchen, auf dem wir dann glücklich unser befristetes Leben verbringen? Ich weiß, dass jeder Mensch Angst vor dem Tod hat, dass sich viele Menschen damit arrangieren, indem sie glauben oder hoffen oder sich mit dem Thema einfach nicht beschäftigen. Aber mich beschäftigt es seit Jahren und ich kann manchmal nicht schlafen voller Angst davor, dass ich irgendwann meine Familie, meine Freunde nie wieder sehen kann, weil ich selbst irgendwann nicht mehr aufwache aus einem Traum voller Dunkelheit.
12.1.17 23:09





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